Archiv für Mai 2005

Das Evangelium weitergeben - und wenn nötig mit Worten - 26. Unity im Mai 2005

In eher kleiner Runde lauschten wir in diesem Monat den Worten von Susanne Hügler unter dem Titel “Das Evangelium weitergeben - und wenn nötig mit Worten.”
Susanne erkannte vor einigen Jahren ihre Berufung: die Mission. Seit vier Jahren ist sie nun bei Jesus-Freaks, einer überkonfessionellen freien Bewegung, engagiert und sie berichtet uns von ihren Kurzmissionen bei “Jugend mit einer Mission” (JMEM) in Athen bei Olympia und in Zentralasien.
Im letzten Jahr begann sie also mit ihrem ersten missionarischen Einsatz und reiste nach Athen. Dort nahm sie an Gebetsmärschen teil, sang Lobpreis in aller Öffentlichkeit und kam so mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch, konnte ihnen von Gott und ihrem Glauben erzählen.
Im September letzten Jahres verschlug es sie dann nach Zentralasien, wo sie zusammen mit einem internationalen Team von insgesamt 11 Mitarbeitern Kasachstan, Kirgisistan und letztlich Usbekistan bereiste. Das zentrale Vorhaben dort bestand weniger in der Missionierung als in der Unterstützung verfolgter Christen und Mithilfe bei christlichen Projekten.
In Kasachstan, dem ersten Land der Reise, arbeitete das Team sehr eng mit “Teen Challenge”, eine international arbeitende Organisation für drogenabhängige Jugendliche (siehe Unity vom 24.05.2005) zusammen. Susanne arbeitete dort in einem Frauenhaus, kochte, übernahm die Kinderbetreuung, gestaltete Gottesdienste und half überall dort aus, wo Hilfe nötig war. 3 ½ Wochen danach, setzte sich die Reise nach Kirgisistan fort, wo das Team etwa 3 Stunden täglich in einer Psychiatrie für Kinder arbeitete.
Susanne erzählt mit sehr bewegenden Worten, dass sie dort Zeuge von Gottes großen Wundern werden durfte. Durch viele Gebete, Lieder, unendlich viel Zuneigung und Aufmerksamkeit fand mit den Kindern eine Veränderung statt. Solche, die vorher sehr verschlossen waren, begannen zu spielen und Kinder, die vorher noch nie ein Wort geredet hatten, begannen zu sprechen. Susanne weiß, dass ihre Anwesenheit dort nur eine kleine Hilfe war und auch nur unterstützen kann. Aber sie ist sich sicher, das war nur der erste Schritt, der weitere Weg dieser Kinder liegt in Gottes Händen.
Das letzte Ziel war Usbekistan, ein Land, in dem Christen verfolgt und kriminalisiert werden, weil sie sich nicht registrieren lassen dürfen. Die Hauptaufgabe des Teams war die Mitarbeit in einem Waisenhaus für behinderte Kinder, in dem sich jeder Mitarbeiter intensiv mit Einzelnen beschäftigte und vor allem auch Pflegetätigkeiten übernahm.
Allen lag es sehr am Herzen auch diesen Kindern zu vermitteln, dass sie von Gott geliebt werden.
Außerdem kümmerten sie sich um Obdachlose und Bettler, denen sie Brot kauften und ihnen so eine große Freude bereiteten. Das Team mit Susanne wurde oft gefragt, warum sie das eigentlich tun. Die Antwort war klar und ein guter Einstieg in die Mission: “Wegen Jesus. Er liebt euch und hat euch nicht vergessen.”
Nur wenige der Menschen, die Susanne dort kennen lernen durfte, sprachen Englisch und Susanne spricht kein Russisch. Die Kommunikation war nicht immer einfach, aber die Weitergabe von Gottes Wort braucht eben nicht immer viele menschliche Worte!

2005-05-unity26